Palais Berg

Graffiti 4.0

    Fotocredit Niklas StadlerFotocredit Niklas StadlerFotocredit Niklas StadlerFotocredit Niklas StadlerFotocredit Michael Goldgruber

    Der ehemalige Konferenzsaal im Untergeschoss einer Bank am Schwarzenbergplatz 3 wurde innerhalb von 6 Monaten in eine Veranstaltungs – und Eventlocation umgebaut.

    Dies ganz im Zeichen des Graffito. Graffiti, plural des italienischen Wortes graffito, steht für visuelle Komponenten auf Oberflächen, zum Beispiel Zeichen, Schriftzüge oder Bilder. Graffiti werden auf passende Flächen gesprüht oder gemalt und können auch durch eine Veränderung in der Konstruktion der Objekte entstehen. In unserem Fall ist das Graffiti ein auf Algorithmen und Kybernetik passierendes, raumfüllendes – dreidimensionales Graffiti, das seine Wurzeln in der Op-Art hat.

    Die optische Kunst geht aus der experimentellen Tradition des Bauhauses und des russischen Konstruktivismus hervor: Beide bauen auf der Idee auf, dass zwischen den Phänomenen Licht und Farbe eine strenge Trennlinie zu ziehen ist. Farbe hat im Gegensatz zu Licht eine materielle Bindung an eine Fläche. Es ergeben sich aus der Trennung von räumlichen Licht und flächiger Farbe zwei Arten der Op-Art: Die kinetische Op-Art im dreidimensionalen Raum und die statische Op-Art auf zweidimensionaler Ebene - beide finden sich im Palais Berg wieder. 

    Der Boden des Konferenzsaals spiegelt die Farben der Decke wieder und formt ein geometrisches Spiel von Formen und erdtönigen Farben. Ein Raumteiler - welcher der Veranstaltungsstätte ihren Namen gibt - ähnelt einem mobilen schwarzen Berg. Er wirkt nicht nur als optisches Highlight, sondern schafft für unterschiedliche Voraussetzungen einen variablen Raum. 

    Dreidimensionale, geometrische Blöcke können auf unterschiedlicher Weise kombiniert werden. Sie lassen gebrochenes Licht in den Raum. Es entstehen überraschende, aber auch irritierende optische Effekte, die die Vorstellungen von Bewegungen und optische Täuschungen erzeugen. Die graphischen Elemente spiegeln sich in den großformatigen Spiegeln und so wird das Raumerlebnis nahezu ins unendliche vergrößert. Das Graffiti der Decke bildet einen Bezug zu der Arecibo-Botschaft - eine binär codierte Botschaft, welche Informationen über die Biologie des Menschen enthält. 

    Die Veranstaltungsstätte teilt sich in zwei Säle von 380m2 und 100m2. Der kleinere Saal der Location lässt sich je nach Veranstaltungsgröße abtrennen oder erweitern: die Vielfältigkeit des Ortes wird durch diese optionale Variante unterstrichen.

    Fotocredits: Niklas Stadler

    Tourismus und Gastronomie01

    Wo

    Schwarzenbergplatz 3, 1010 Wien

    Wann

    2019