Agrarzentrum
versteigerungshalle
Zusammengefasst galt es für den vorliegenden Entwurf zwei Themen unter einem gemeinsamen Nenner zu bringen. Erstens die Bebauung an der Drautalstraße und zweitens die Bebauung des Grundstücks entlang der Eisenbahntrasse. Mit dem Ziel ein städtisches Bauensemble und einen attraktiven öffentlichen Platz an der stark frequentierten Straße zu schaffen.
Städtebaulich gesehen trennen wir auf diese Art die Büro-, Einkauf- und Behördennutzung an der B100 vom Stall- und Auktionsbetrieb an der Bahntrasse. Der Große zentrale Parkplatz in der Mitte der beiden Bebauungsgebiete dient als „Schmutzschleuse". Den Maschinenring haben wir in das bereits dafür ausgewählte Grundstück eingesetzt. Der Markt liegt vis-a-vis des Maschinenringgebäudes und bildet gemeinsam mit diesem den Rahmen für das höchste Gebäude - dem Verwaltungszentrum mit der Landwirtschaftkammer und der Verwaltung. Die Aufteilung in drei Häuser war insofern wichtig, da durch die Aufteilung einerseits Flexibilität entsteht und andererseits der Mensch als „Maßeinheit" nicht von der Größe eines gesamten Gebäudekomplexes erschlagen wird.
Bei den Stallungen und bei der Versteigerungshalle war die Funktionalität der verschiedenen Benützungsarten oberstes Entwurfskredo. Die Ausrichtung des Gebäudes am Grundstück hat sich durch die optimale Verkehrsanbindung der Lastkraftwägen an die Stallungen ergeben. Die Versteigerungshalle gliedert die verschiedenen Verkehrszonen, sie trennt den Verladebereich vom verkehrsberuhigten Bereich, dem Hallenhaupteingang, ab.
Der Eingangsbereich der multifunktionalen Halle ist großzügig gestaltet, denn bei den regelmäßig stattfindenden Auktionen, aber auch bei gesellschaftlichen Anlässen, wird das Foyer zum kommunalen Bewirtungsbereich.
Die Rinderversteigerungshalle ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt der gesamten Anlage.
Von der Lichtdurchfluteten Halle sind die Wege in die Stallungen, aber auch zu den übrigen Bereichen kurz.
Die verschiedenen Stallungen sind flexibel und rundum zugänglich gestaltet. Allen drei geforderten Ablaufkonzepten bietet der Entwurf ausreichend Platz und Spielraum. Das Außenraumklima - Licht, Luft und Kälte - wird über Licht- und Lüftungsschlitze im Dach und in den Wänden ins Innere der Stallungen gebracht.
Alle Gebäude sind nach den Richtlinien der Barrierefreiheit geplant worden.
| Ort | Lienz, Osttirol |
|---|---|
| Planungsbeginn | Oktober 2009 |
| Auftraggeber | Raika (Wettbewerb) |
| Mitarbeiter | Tobias Klaubert |
| Nettoherstellungskosten | 6.500.000,-€ |
| Visualisierung | miss 3 |

