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Das Gehirn als Vorbild

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    Das Gehirn als Struktur für Denk- und Wissensproduktion liefert eine »Architektur«, die zur Nachahmung empfiehlt – nicht nur für Computer und Maschinen. Das Hirn ist extrem anpassungsfähig – und wenn es aktiviert wird, ist es extrem leistungsfähig und trotzdem ökonomisch/energieschonend.

    LERNEN & FREUDE Ein anregender, Neugier weckender Ort. Es geht nicht um »Education«, sondern das lustvolle Explorieren und Experimentieren – neue Wege gehen und neue Erfahrungen sammeln. Und dazu muß man die eigene Komfortzone natürlich etwas verlassen. Erlebnisse regen das eigene Hirn an, erzeugen Lernen und verändern das Gehirn. Der Pavillon ladet die Menschen dazu sein.

    NEUE ASSOZIATIONEN ERZEUGEN NEUE MÖGLICHKEITEN Das Hirn besteht aus 100 Milliarden Nervenzellen, entscheidend für die Leistungs- und Lernfähigkeit sind die Verknüpfungen. Erst die ermöglichen Innovation, das Neue. Überraschende Kombinationen erzeugen Kreativität – im Kopf und in der sozialen Begegnung. So auch im Austrian Interface.

    ANALOG & DIGITAL In unserer komplexen Welt wird das implizite Erfahrungswissen (tacit knowledge) immer wichtiger bei gleichzeitiger Nutzung der digitalen Möglichkeiten. Im Pavillon sind analog und digital nicht Gegensätze, sondern stehen den Besuchern als leichtfüssige Ressourcen zur Verfügung. 

    TECHNISCHE UMSETZUNG.

    1. Gründung – Wasserbecken – primäre Vernetzung/ Pflichtraumprogramm • Der gesamte Österreichpavillon ist in und über einem Wasserbecken (33m x 49m) errichtet. • Mit vorgefertigten Holz- und Betonfertigteilelementen werden die Räumlichkeiten des Pflichtraumpro-  gramms und die dafür notwendige Wegeführung um einen Innenhof (grüne Oase mit Wasserfall) errichtet.   Diese primäre Vernetzungsebene ist für die Kapazität von 16.000 BesucherInnen pro Tag ausgelegt.

    2. Tragstruktur für adaptive plug-In Ausstellungsräume und sekundäre Vernetzung                 • Ein dreidimensionaler Grid in Form einer vorgefertigten Stahlskelettkonstruktion übernimmt Traglasten der    Wegeführung und Räume der Obergeschosse. Zudem sind in dieser Tragstruktur, die plug-In Aus  stellungsräume und die sekundäre Wegeführung eingefügt. • An der Konstruktion hängen auch die Subkonstruktionen der Begrünung (Hydroponik) des Pavillons.

    3. Sekundäre Vernetzung mit Tube-System • Holzfertigteilelemente in Modulbauweise bilden die sekundäre Vernetzung – einen »3D Spielplatz«. Das       Rohrsystem (Tube-System) durchdringt das ganze Gebäude und vernetzt es.  • Die Holzmodule werden durch ein Begleitrohsystem belüftet und klimatisiert. • Innerhalb von 40m sind Notausgänge angeordnet. Im Notfall werden diese über ein eigenes     Fluchtwegenetz evakuiert.

    4. Nachhaltigkeit – Nachnutzung • Photovoltaikanlagen am Dach und im Bereich des Hauptein- und Ausganges liefern die Energie und dienen      gleichzeitig als Beschattungselemente der Freibereiche. • Waterfeatures wie Wasserfälle und das große Wasserbecken sind Verweis auf unseren Wasserreichtum und      kühlen gleichzeitig den Komplex.  • Die Begrünung und Vernebelung (Besprühungsanlagen) sorgen für ein angenehmes Klima. • Alle Bauteile sind vorgefertigte Fertigteile und somit leicht auf- und abzubauen. • Second Life der Bauteile des Rohrsystems (Tube-Systems) ist die Verteilung der Bauteile an Österreichs      Spielplätzen, alle neun Bundesländer bekommen nach der EXPO Kriechtunnel für alle Kinder, gesponsert      und gebrandet von unseren Kooperationspartnern.

     

    EIN FIKTIVER BESUCH IM PAVILLON »AUSTRIAN INTERFACE« FRAU S. UNGEDULDIG, IN EILE, HAT EINEN STRAFFEN ZEITPLAN.

    Frau S. ist der AI Pavillon schon von weitem aufgefallen. Sie hat heute noch viel vor, der österreichische Beitrag steht ganz oben auf ihrer Liste. Sie betritt den Pavillon, hat die kurze Wartezeit im schnell zugänglichen Kaffeehaus mit landestypischen Spezialitäten überbrückt und geht zielstrebig in das Gebäude. Sie wird sich einen schnellen Überblick verschaffen, was der Pavillon bietet.

    Sie geht die Rampe entlang und beobachtet die anderen BesucherInnen, die sich schon vom Hauptfad entfernt haben und sich mittendrin bewegen. Sie hört Geräusche, Lachen und lustvolle Gespräche, erblickt Menschen in unterschiedlichen Situationen und gemeinsamem Interaktionen. Frau S. spaziert an den Schauräumen und Installationen vorbei, schaut hinein und taucht in diese multimedialen Welten und Präsentationen ein. Wie ein Schmetterling verweilt sie bei manchen Stationen auch länger.  Das interaktive System »Austrian Interface recommends« hat ihre individuelle programmierte Assoziationsreise durch den Pavillon individuell geplant. Manches davon kommt ihr bekannt vor, bei manchen Infos und Installationen wird sie neugierig und überrascht und entdeckt neue Facetten von Österreich.

    Überraschend schnell steht sie am Ende der Tour beim Ausgang. Überwältigt von der Vielfältigkeit und Innovationskraft Österreichs überlegt sie, ob sie nicht doch noch länger bleiben könnte.

    HERR U. NEUGIERIG, KONTEMPLATIV, NIMMT SICH ZEIT.

    Herr U. ist ganz früh angekommen. Ihn hat die Einladung zum Forschen und Erkunden in der Beschreibung des österreichischen Pavillons sehr angesprochen. Neuland betreten, selber was machen – das macht neugierig. Er hat unterschiedliche Berichte und Erzählungen anderer Besucher gehört und ist über die unterschiedlichen Erfahrungen erstaunt. Das klingt echt spannend!

    Die Architektur spricht ihn an – die Einblicke ins Innere steigern seine Erwartungen.

    Daher nimmt er gleich nach dem Eingang einen Nebenweg um zu schauen, wo er hinführt. Das Licht verändert sich und es ergeben sich plötzlich noch ganz andere Perspektiven und neue Wege. Er folgt einem Weg und erfüllt die Aufgaben, die sich ihm stellen.  Eine andere Besucherin spricht ihn an, weil sie nur gemeinsam eine Situation meistern können. Der Wasserfall, der den Weg »versperrt« kann nur durch synchrones Drücken der Knöpfe unterbrochen werden. Lachen trotz Sprachbarierre erzeugt eine angenehme Zugehörigkeit und Wohlbefinden. Er folgt in der Röhre der Musik, zweigt aber dann ab, weil er wieder einen interessanten Nebenraum entdeckt hat. In einem völlig schallschluckenden Raum erlebt er neben totaler Stille auch 25 signifikante Geräusche aus Österreich. Nach weiteren Explorationen findet er einen ruhigen, kühlen Platz zum Rasten. Er beobachtet andere BesucherInnen auf deren Wegen und entdeckt immer wieder neue Details und Möglichkeiten.

    Herr U. verlässt den Pavillon mit einem zufriedenen Lächeln. Er hat Schönes gesehen, Überraschendes ausprobiert und gemeinsam Neues entdeckt. Der Austrian Interface Pavillon hat den Eindruck eines innovativen, weltoffenen und spannenden Landes hinterlassen.